Vita von Martin Schipper

Zwischen Fotorealismus und expressiver Ausdruckskunst

 

Mein Name ist Martin Schipper. Ich möchte den geneigten Rezipienten nicht lange langweilen in einer Weise, die man in Lebensläufen zu finden gewohnt ist wie: geboren in Bochum, aufgewachsen in Dortmund und studiert in Münster an der Westfälischen Wilhelms Universität.

 

Mit künstlerischen und psychologischen Themen beschäftige mich bereits eine lange Zeit, fast mein gesamtes bisheriges Leben. So wählte ich Deutsch, Kunst und Pädagogik als Abiturfächer und die Immatrikulation in die Fachbereiche Germanistik, Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Philosophie der Universität war eine konsequente Fortführung meiner Interessen und inneren Neigungen.

 

Neben dem Studium besuchte ich dreieinhalbe Jahre eine Privatschule für Kunst und Therapie. Diese Zeit hat meine Einstellung zur Kunst nachhaltig beeinflusst, denn der Unterricht und seine Inhalte der Schule standen zum Teil in einem sehr regen Kontrast zu dem akademischen Lernen in den Seminaren der Universität. So bewegte sich mein künstlerisches Selbst in die heutige Richtung zwischen einer realistischen Malweise und einer expressiven Ausdruckskunst.

 

Nach meiner Diplomprüfung mietete ich in Münster mein erstes Atelier und begann unter dem Namen Amarok Art als freier Künstler und Airbrusher zu arbeiten. Wenn ich als freier Künstler Aufträge von Kunden ausführe, stelle ich mich ganz und gar auf die Wünsche des Auftragebers ein. Allerdings ist man begrenzt durch die vorgegebenen Motive, den Stil ihrer Ausführung, durch den Untergrund auf dem gemalt wird und meist auch durch einen zeitlich begrenzten Rahmen in dem sich die Ausführung des Auftrages bewegt. Sich künstlerisch in einer solchen Art und Weise mit Dingen auseinander setzen zu müssen, die von außen in das eigene Blickfeld gerückt werden, kann mitunter sehr positiv und fruchtbar sein. Für mich gilt an dieser Stelle der Satz des japanischen Künstlers Hokusai: „Der Künstler muss seinen Geist ändern je nach dem Gegenstand, den er zeichnet.“

 

Ich selber mag den Surrealismus, den Symbolismus und die Fantasy-Kunst. Da ich im psychoanalytischen Denken beheimatet bin, fühle ich mich von der surrealen und fantastischen Darstellungsweise dieser Malerei angesprochen. Maler wie Salvador Dali und Rene Magritte, aber auch zeitgenössische Maler, die im allgemeinen Konsens der öffentlichen Wahrnehmung eher einer modernen Popart als einer Kunstrichtung zugerechneten werden, wie H.R. Giga, Frank Frazetta, haben meine Kunst beeinflusst.

 

Ich habe den Wunsch den Betrachter meiner Bilder in fantasievolle Welten zu geleiten, gewohntes mit ungewohntem zu verbinden; das halb Bewusste des Betrachter zu erreichen, dass er vielleicht ein fast vergessenes Gefühl erlebt, einen zögernden Gedanken zu Ende bringt oder einfach nur seinen Geist öffnet für Neues, noch zu entdeckendes, so wie es mir mitunter selber ergeht bei der bildnerischen Arbeit. Ich denke, dann hätte Kunst schon eine Menge erreicht!

Stand vom 19. Juni 2019